Modell 299 - Prototyp

B-17E

Das Boeing Modell 299 ist ein Prototyp, ausgestattet mit vier Pratt & Whitney Hornet-Sternmotoren mit je 560kW (762 PS); mitunter auch XB-17 genannt, aber der Prototyp hatte keine militärische Bezeichnung. Der Erstflug fand am 28. Juli 1935 statt und 3 Wochen später flog das Boeing Modell 299 nonstop von Seattle (dort liegt das Boeing-Werk) nach Wright Field in Ohio, wo die Abnahmeprüfung stattfand. Die 3380 km lange Strecke legte die Maschine mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 406km/h in ca. 9 Stunden zurück.

An diese beachtliche Leistung knüpften sich verständlicherweise großartige Erwartungen dieses Musters und auch der Verlauf der Anfangserprobung stützte Boeings Optimismus.

B-17E

Am 30. Oktober 1935 aber zerstörte eine Nachricht alle Hoffnungen: Der Prototyp war bei einem Startunfall zerstört worden. Die Unfalluntersuchung ergab, dass man die Maschine mit blockierten Rudern gestartet hatte. Bei diesem Unfall kamen der U.S. Air Force Pilot Major Ployer Hill und Boeing's Chef-Test-Pilot Leslie Turner ums Leben.

Die guten Erprobungsergebnisse vor dem Unfall führten das US Army Air Corps zur Entscheidung, 13 YB-17 (später Y1B-17) und ein Flugzeug für Bodentests zu beschaffen.