B-17 Flying Fortress B-17 43-38688

B-17 Bomber Flying Fortress – The Queen Of The Skies 43-38688

Hersteller:
Boeing

  • RCL: XM-E

MACR: 13880

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Geschichte der
B-17 43-38688

Delivered Patterson 3/9/44; Hunter 20/9/44; Dow Fd 25/9/44; Assigned: 332BS/94BG [XM-E] Rougham 29/9/44; MIA Munich 8/4/45 Pilot: Sam Rogers, Ralph Loechle (2KIA); Albt Holt, Warren Williams, Chas Lauth, Lowell Williamson, no tg ‚, Edward Carl Massolo, George Burbridge (6POW); flak caused fire and left wing broke off, crashed Hof, Germany. MACR 13880.

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2026

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B-17 43-38688 Details

Dieses Flugzeug gehörte zu einer Staffel, die als siebte Staffel über das Ziel flog. Bevor die siebte Staffel das Ziel erreichte, wurden lediglich drei (3) Flakexplosionen beobachtet. Als diese Staffel das Ziel erreichte, etwa fünfzehn (15) Sekunden vor dem Bombenabwurf, geriet die Formation unter mäßiges, mitlaufendes und sehr genaues Flakfeuer aus etwa sechs (6) bis zehn (10) Geschützen, bei denen es sich vermutlich um Eisenbahngeschütze handelte. Das vermisste Flugzeug wurde am rechten Flügel und am Triebwerk Nr. 3 getroffen, und der rechte Flügel wurde in Brand gesehen.

Etwa acht (8) Sekunden vor dem Bombenabwurf verließ dieses Flugzeug die Formation und wurde beobachtet, wie es langsam spiralförmig nach unten sank, jedoch offenbar noch unter Kontrolle. Das Flugzeug flog in 14.300 Fuß Höhe, als es getroffen wurde. Es fing sich kurzzeitig in etwa 7.000 Fuß Höhe ab, und sieben (7), möglicherweise acht (8) Fallschirme wurden beobachtet, die aus dem Flugzeug kamen.

Der Rest der Staffel leitete unmittelbar nach dem Bombenabwurf heftige Ausweichmanöver ein, sodass weitere gesicherte Beobachtungen nicht möglich waren. Mehrere Flugzeuge nachfolgender Formationen wurden ebenfalls von Flak getroffen, und aus drei (3) weiteren Flugzeugen wurden Fallschirme beobachtet, von denen zwei (2) beim Aufschlag am Boden abstürzten. Über die Besatzung des vermissten Flugzeugs liegen keine weiteren Informationen vor.

Quelle: MACR 13880


Spurensuche im Burgsteingebiet: Das Schicksal der „Piccadilly Lily“

Hinter dem idyllischen Waldstück zwischen Großzöbern und Krebes verbirgt sich eine Geschichte, die 80 Jahre lang im Verborgenen lag. Am 8. April 1945, nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, endete hier der Flug eines US-Bombers vom Typ Boeing B-17G mit der Seriennummer 43-38688.

Was geschah damals?

Die Maschine, die den Beinamen „Piccadilly Lily“ trug, war Teil eines Verbandes, der den strategisch wichtigen Rangierbahnhof in Hof ins Visier genommen hatte. Doch die deutsche Flak traf den Bomber schwer. Während das Flugzeug in Brand geriet, gelang es sieben der acht Besatzungsmitglieder, rechtzeitig mit dem Fallschirm abzuspringen. Der Bombenschütze 2Lt. Ralph C. Loechle erlag jedoch später seinen schweren Verletzungen. Andere Mitglieder der Besatzung konnten nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren.

Das größte Rätsel bleibt jedoch der Verbleib des Piloten Samuel L. Rogers. Er wird bis heute offiziell als vermisst geführt. Es wird vermutet, dass er sein Leben beim Aufprall der Maschine an den Hängen des Ruderitzer Berges verlor.

Geschichte zum Anfassen

Dass diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, ist dem unermüdlichen Einsatz der Heimatforscher Frank Wacker und Thomas Lein zu verdanken. Durch ihre Recherchen konnten sie die Absturzstelle der 43-38688 exakt lokalisieren.

Bei Bergungen kamen Relikte ans Licht, die die Gewalt des Absturzes erahnen lassen:

  • Fragmente des Neun-Zylinder-Sternmotors.
  • Teile des Bord-Maschinengewehrs und verbogene Munitionszuführungen.
  • Überreste des Autopiloten und Fragmente des Höhenruders.

Ein Denkmal für die Versöhnung

Thomas Lein (l) und Frank Wacker (r)
Flatterband misst 32 Meter – Spannweite einer B-17

Heute erinnert eine neue Gedenktafel an die Männer, die damals im Cockpit saßen. Die Initiatoren möchten damit kein kriegerisches Denkmal setzen, sondern an die menschlichen Schicksale hinter den historischen Daten erinnern.

Besonders bewegend: Es bestand über Jahre Kontakt zur Familie des Bordschützen Edward C. Massolo in San Francisco. Er verstarb am 15. August 2024 im stolzen Alter von 100 Jahren – kurz bevor ihn die Fundstücke aus Deutschland erreichen konnten.

Wer die Geschichte hautnah erleben möchte, kann einige der geborgenen Originalteile heute als Dauerleihgabe im Luftschutzmuseum Plauen besichtigen.

Fotos: Frank Wacker

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B-17 43-38688 Crew

Position Rang Name Status Bemerkung
P 1LT Samuel L. Rogers KIA MIA
CP 2LT Albert E. Holt POW
BOMB 2LT Ralph C. Loechle KIA
ENG/TT S/SGT Charles W. Lauth, Jr. POW
RO S/SGT Lowell J. Williamson POW
WG S/SGT Edward C. Massolo POW
TG PVT George R. Burbridge POW

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