Produktionsblock:
B-17G-95-BO: 43-38674 bis 43-38873
Hersteller:
Boeing
- Bomber-Gruppe:
- 94th Bomb Group
- Bomber-Staffel:
- 332nd Bomb Squadron
- RCL: XM-E
MACR: 13880
Geschichte der
B-17 43-38688
Delivered Patterson 3/9/44; Hunter 20/9/44; Dow Fd 25/9/44; Assigned: 332BS/94BG [XM-E] Rougham 29/9/44; MIA Munich 8/4/45 Pilot: Sam Rogers, Ralph Loechle (2KIA); Albt Holt, Warren Williams, Chas Lauth, Lowell Williamson, no tg ‚, Edward Carl Massolo, George Burbridge (6POW); flak caused fire and left wing broke off, crashed Hof, Germany. MACR 13880.
Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2026
B-17 43-38688 Details
Dieses Flugzeug gehörte zu einer Staffel, die als siebte Staffel über das Ziel flog. Bevor die siebte Staffel das Ziel erreichte, wurden lediglich drei (3) Flakexplosionen beobachtet. Als diese Staffel das Ziel erreichte, etwa fünfzehn (15) Sekunden vor dem Bombenabwurf, geriet die Formation unter mäßiges, mitlaufendes und sehr genaues Flakfeuer aus etwa sechs (6) bis zehn (10) Geschützen, bei denen es sich vermutlich um Eisenbahngeschütze handelte. Das vermisste Flugzeug wurde am rechten Flügel und am Triebwerk Nr. 3 getroffen, und der rechte Flügel wurde in Brand gesehen.
Etwa acht (8) Sekunden vor dem Bombenabwurf verließ dieses Flugzeug die Formation und wurde beobachtet, wie es langsam spiralförmig nach unten sank, jedoch offenbar noch unter Kontrolle. Das Flugzeug flog in 14.300 Fuß Höhe, als es getroffen wurde. Es fing sich kurzzeitig in etwa 7.000 Fuß Höhe ab, und sieben (7), möglicherweise acht (8) Fallschirme wurden beobachtet, die aus dem Flugzeug kamen.
Der Rest der Staffel leitete unmittelbar nach dem Bombenabwurf heftige Ausweichmanöver ein, sodass weitere gesicherte Beobachtungen nicht möglich waren. Mehrere Flugzeuge nachfolgender Formationen wurden ebenfalls von Flak getroffen, und aus drei (3) weiteren Flugzeugen wurden Fallschirme beobachtet, von denen zwei (2) beim Aufschlag am Boden abstürzten. Über die Besatzung des vermissten Flugzeugs liegen keine weiteren Informationen vor.
Quelle: MACR 13880
Spurensuche im Burgsteingebiet: Das Schicksal der „Piccadilly Lily“
Hinter dem idyllischen Waldstück zwischen Großzöbern und Krebes verbirgt sich eine Geschichte, die 80 Jahre lang im Verborgenen lag. Am 8. April 1945, nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, endete hier der Flug eines US-Bombers vom Typ Boeing B-17G mit der Seriennummer 43-38688.
Was geschah damals?
Die Maschine, die den Beinamen „Piccadilly Lily“ trug, war Teil eines Verbandes, der den strategisch wichtigen Rangierbahnhof in Hof ins Visier genommen hatte. Doch die deutsche Flak traf den Bomber schwer. Während das Flugzeug in Brand geriet, gelang es sieben der acht Besatzungsmitglieder, rechtzeitig mit dem Fallschirm abzuspringen. Der Bombenschütze 2Lt. Ralph C. Loechle erlag jedoch später seinen schweren Verletzungen. Andere Mitglieder der Besatzung konnten nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren.
Das größte Rätsel bleibt jedoch der Verbleib des Piloten Samuel L. Rogers. Er wird bis heute offiziell als vermisst geführt. Es wird vermutet, dass er sein Leben beim Aufprall der Maschine an den Hängen des Ruderitzer Berges verlor.
Geschichte zum Anfassen
Dass diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, ist dem unermüdlichen Einsatz der Heimatforscher Frank Wacker und Thomas Lein zu verdanken. Durch ihre Recherchen konnten sie die Absturzstelle der 43-38688 exakt lokalisieren.
Bei Bergungen kamen Relikte ans Licht, die die Gewalt des Absturzes erahnen lassen:
- Fragmente des Neun-Zylinder-Sternmotors.
- Teile des Bord-Maschinengewehrs und verbogene Munitionszuführungen.
- Überreste des Autopiloten und Fragmente des Höhenruders.
Ein Denkmal für die Versöhnung




Heute erinnert eine neue Gedenktafel an die Männer, die damals im Cockpit saßen. Die Initiatoren möchten damit kein kriegerisches Denkmal setzen, sondern an die menschlichen Schicksale hinter den historischen Daten erinnern.
Besonders bewegend: Es bestand über Jahre Kontakt zur Familie des Bordschützen Edward C. Massolo in San Francisco. Er verstarb am 15. August 2024 im stolzen Alter von 100 Jahren – kurz bevor ihn die Fundstücke aus Deutschland erreichen konnten.
Wer die Geschichte hautnah erleben möchte, kann einige der geborgenen Originalteile heute als Dauerleihgabe im Luftschutzmuseum Plauen besichtigen.
Fotos: Frank Wacker
B-17 43-38688 Crew
| Position | Rang | Name | Status | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| P | 1LT | Samuel L. Rogers | KIA | MIA |
| CP | 2LT | Albert E. Holt | POW | - |
| NAV | 2LT | Warren F. Williams | POW | - |
| BOMB | 2LT | Ralph C. Loechle | KIA | - |
| ENG/TT | S/SGT | Charles W. Lauth, Jr. | POW | - |
| RO | S/SGT | Lowell J. Williamson | POW | - |
| WG | S/SGT | Edward C. Massolo | POW | - |
| TG | PVT | George R. Burbridge | POW | - |




06. Oktober 2020 access_time 14:40
Lowell Williamson was a friend of Clairmont Egtvedt (CEO of Boeing in 1940s) When Edtvedt retired he was given the captain’s instrument panel of the Memphis Belle as part of a coffee table. On his death his wife passed it to Lowell who then passed it onto the 8th Army Air Force Museum, Georgia who then subsequently returned it to USAF Museum Dayton OH, to be refitted in the Memphis Belle. Nice to see it home again.
06. Oktober 2020 access_time 14:42
…forgot to mention an interesting aside. Lowell married Dorothy McGuire of ‚The McGuire Sisters‘. Famous singing trio of the 50/60s with their best number being ‚Somethings Gotta Give‘.
10. Oktober 2020 access_time 11:07
Thank you for sharing these information 🙂
17. März 2024 access_time 2:11
Edward Massolo is still alive at 99 on March 16, 2024. He will be 100 in late June. He is still quite alert. He was at the 50th reunion and spent the day with Lowell and the rest of his remaining crew.
17. März 2024 access_time 2:21
Edward Massolo is still alive at 99 on March 16, 2024. He will be 100 in late June. He is still quite alert. He was at the 50th reunion and spent the day with Lowell and the rest of his remaining crew. Note: Edward Massolo was also a POW. His surname is misspelled above. Massolo
18. Juni 2024 access_time 18:06
Hallo Linda,
Es ist eine unglaubliche und sehr erfreuliche Nachricht das Edward Massolo von der Crew
im hohen Alter immer noch recht gesund und aktiv im Leben steht.
Wir sind einige Interessierte ,welche zu den 5 abgestürzten Maschinen am 08.04.1945 über Hof forschen und recherchieren.
Nach vielen Jahren der Arbeit und unzähligen Stunden an einer dieser Absturzstellen welche
einer anderen Maschine zugeschrieben war können wir jetzt definitiv mitteilen das die
Maschine 43-38688 „Picadilly Liley“ dort eine Crashlandung hatte.
Der Absturzort liegt in einem Waldstück in der Nähe der Ortschaften Ruderitz und Großzöbern auf sächsischen Gebiet.
Diese Orte liegen auf halber Strecke zwischen Plauen und Hof.
Die eindeutige Klärung brachte der Fund der originalen Plakette (Typschild) aus dem Cockpit.
Unweit der Absturzstelle befinden sich mehrere typische Bombentrichter ,welche sicherlich
als Notabwurf entstanden sind.
Diese maschine war die einzige welche vor dem Abwurf der Bomben mehrere Flaktreffer
erhielt.
Liebe Linda,es wäre uns eine Ehre ein paar Fotos vom Absturzort oder von den mittlerweile
unzähligen Wrackteilen Euch senden zu dürfen, falls Ihr es wünscht.
Es wäre ebenfalls kein Problem ein paar dieser originalen Wrackteile zu schicken falls es
für Herrn Massolo eine Freude wäre.
Über eine kurze Rückmeldung würden wir uns freuen.
Viele Grüße aus Deutschland
Frank Wacker
25. Juni 2024 access_time 21:12
6/25/24
Herr Wacker
Thank you for your kind words and research. My father Ed is a truly remarkable man. His experience during WWII was one of the most difficult periods of his life and the 90 seconds it took to parachute from a flaming plane was the most terrifying moment. At the time he was 19 years old. He credits the Luftwaffe officer who captured him, (educated in the USA and home to visit family in Germany,) as having saved his life as the local population would have ended him and his surviving crew in that forest. It is with great sadness that he remembers watching his pilot, trying to land the plane, going down with the ship. Our family knows that talking about the experience brings back memories that sometimes cause him distress. He still tells the story as it is written in the website link below. I think he or at least his children would like to see photos of the site. I looked up the location on Google Maps. Is there a GPS coordinate? Since my father was the Flight Engineer, perhaps a small part from the engine would be interesting to him. I don’t want to incur a large expense shipping a lot of big parts. Dad has a great sense of looking forward. He says he survived it and doesn’t dwell on looking back.
An interesting postscript is that my husband Robert and I lived in Stuttgart from 1970-1972. He was a Lieutenant in the US Army 7th Corps. serving during the Cold War when Berlin was divided. Our son, Robert Jr. was born in Stuttgart. It is so strange that my father returned to Germany, a place (to him) last seen in war, to visit his daughter living there and to meet his new grandson.
He has a son and daughter (me), 5 grandchildren and 9 great grandchildren. You can see a photo of him at a local airshow in front of a B-17 in the link below. He has taken both my brother and I through the plane describing it. I was astonished at how small it really was.
Below is the weblink to his story:
https://www.americanairmuseum.com/archive/person/edward-carl-massolo
As you and your group are interested in the air war over Germany, try to see the series “Masters of the Air” on Apple+ TV. It is very close to the account my father has told us.
Sincerely,
Linda (Massolo) Watson
28. Juni 2024 access_time 1:55
Herr Wacker, you can contact my son Robert Watson, Jr. ( Bob) at
Bobbyhoot1269@gmail.com. He can send you a more recent photo of my dad Ed Massolo. Today he is 100 years old.
28. Januar 2025 access_time 18:58
Guten Abend Herr Wacker.
Ich bin ein Junger Mann aus Berglas, einem Ort Nähe Großzöbern und Ruderitz. Ein paar Leute aus meinem Dorf hatten mir von dem Absturz damals erzählt. Nun möchte ich ein Buch als Erinnerung an dieses Unglück schreiben, oder wenigstens ein Dokument, in dem man wichtige Infos und Bilder für die Nachwelt aufheben kann. Deshalb möchte ich Sie fragen ob Sie mir vielleicht ein paar Bilder von den Wrack Teilen und der Absturzstelle schicken könnten? Mein Opa war damals auch vor Ort und ich möchte ihm auch gerne ein paar Bilder zeigen.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!
MFG: Franz Blüml
25. Juni 2024 access_time 21:04
Please note the misspelling of my father’s name. It is Edward Carl Massolo.
26. Juni 2024 access_time 12:50
Hello Linda,
thanks for info.
I have corrected his name.
01. Juli 2024 access_time 22:53
Hallo Linda,
danke für die Info und den sehr interessanten Bericht über Eure Familie.
Es ist unglaublich und ergreift mich wirklich sehr vom heutigen einhundertsten Geburtstag
Eures Vaters zu hören.
Obwohl man sich nicht persönlich kennt,habe ich doch durch die ganze Angelegenheit über Jahre hinweg eine gewisse „Beziehung“ zu den Personen welche damals in dieser Sache involviert waren aufgebaut.
Bei jedem Besuch der Absturzstelle und beim Recherchieren zu den Fundstücken sind immer auch die Gedanken bei den Menschen welche damals direkt damit zu tun hatten.
Den ausführlichen Bericht Eures Vaters im Internet kenne ich schon längere Zeit,mehrmals gelesen und mit in unsere Recherche einbezogen ,welche der Zuordnung der Maschinen zu den Absturzorten hilfreich war.
Wie bereits erwähnt ,wurde es erst mit dem Fund des Typschildes zum Fakt,das hier die Maschine eine Crashlandung machte,mit der Euer Vater im Einsatz war.
Ich habe mittlerweile Euren Bericht übersetzt und war wirklich begeistert von den ganzen Begebenheiten,vor Allem die Sache mit Stuttgart und dem Besuch des Vaters dorthin.
Ich werde natürlich das Angebot nutzen und mit Robert jr. in Kontakt treten wenn das nicht stört.
Wenn es die Zeit wieder erlaubt, werde ich ein paar Fotos direkt an der Absturzstelle machen,ebenso von einem Teil unseres mittlerweile umfangreichen Fundus an Wrackteilen.
Die GPS Daten der Stelle würde ich natürlich ebenfalls übermitteln,ich möchte sie aber nicht direkt hier im Netz preisgeben.
Ein paar Teile der Maschine sende ich gerne auf meine Kosten wenn es Euch Freude bereiten würde.
Ich habe vor ca.2 Jahren einen vergleichbaren Kontakt mit den Nachfahren einer anderen Maschine,ebenfalls aus dieser Mission und in den selben Sekunden durch Flak abgeschossen
schließen können.
Dabei gingen ein paar Wrackteile nach Idaho.Es war ergreifend zu erfahren,daß dieses Päckchen dort unter Tränen der Freude und Ergreifung geöffnet wurde.
Ja,dann wünsche ich dem Jubilar natürlich noch eine gute lebenswerte Zeit im Kreise seiner Familie und viel Gesundheit.
Ich werde mich gerne wieder melden,ggf dann bei Robert jr. wie angegeben.
Wäre eventuell ein gegenseitiger Kontakt über Whatts-App möglich?
Das wäre natürlich super und in jeder Hinsicht einfacher!?
Vielen Dank und liebe Grüße aus Sachsen
Frank
schließen können.
17. Juli 2024 access_time 1:39
Hello Frank. You can send any pictures or other information to my Whats-App number, 001-415-559-4926. I can share it with the rest of the family.
Bobby Watson Jr. (Grandson of Edward Massolo)
16. Dezember 2024 access_time 9:10
Pretty amazing to see this today. Lowell was Grandfather, and to see some of his crew are (hopefully) still around in 2024 is amazing. I hope this finds you all well this Holiday season (:
18. Januar 2025 access_time 17:35
Hallo Grant,
Gibt es noch Bilder oder Berichte von Deinem Großvater was die Zeit in Europa im Ww2 betrifft?
Vor Allem Fotos der Crew und dem Flugzeug wären interessant.Hatte Er oder Ihr Kontakte
zu den anderen ehemaligen Mitgliedern der Crew?
Wie oben erwähnt, ist die Absturzstelle der Maschine bekannt und viele Wrackteile wurden geborgen und konnten somit der Nachwelt erhalten bleiben.
Bei Interesse kann ich Fotos der Stelle und von dem großen Konvolut der Teile senden.
Am 08.04.2025 wollen wir an der Absturzstelle eine Gedenktafel stellen,dann jährt sich der Absturz zum achzigsten mal.
Viele Grüße aus Sachsen
Frank Wacker