„Die P-51 zu fliegen war sehr, sehr aufregend; sie war wirklich ein phantastisches Flugzeug. Ich konnte mit ihr machen was ich wollte. Du konntest schnelle Wenden drehen und so, obwohl sie nicht schneller wurde als eine P-47, nachdem du den alten Laster einmal auf Trab gebracht hattest. Die P-51 hatte einen Rolls Royce Merlin-Motor, und der hörte sich an wie ein schnurrendes Kätzchen, der lief wirklich sonor. Im Kampf gab es mit dem Flugzeug nur ein Problem. Wenn dir eine Kugel ein Loch in das Kühlsystem geschossen hatte, musstest du sofort abdrehen, weil die Kühlflüssigkeit sonst sofort den Motor zufrieren lassen würde. Wie auch alle anderen Flugzeuge mit Heckspornrad war sie ein wenig schwierig auf der Rollbahn zu bewegen, weil du nicht nach vorne sehen konntest, so musstest du also die ganze Zeit Schlingerkurven fahren, wenn du rolltest. Aber mit ihr ließ sich gut umgehen, wir flogen sie nicht, wir trugen sie wie einen Anzug“
USAAF 2nd Lieutenant Thomas Marsters

Ursprünglich erhielt die North American Aviation von den britischen Luftstreitkräften den Auftrag, ein vollkommen neues Jagdflugzeug zu entwickeln und zu bauen. Das Flugzeug konnte schon nach nur 117 Tagen zu seinem Jungfernflug starten.

Die RAF übernahm 620 Mustangs und 1942 wurde die hervorragende Flugzelle durch den ausgezeichneten Merlin-Motor noch weiter verbessert – das Ergebnis war die P-51B, mit Flügelhalterungen, um bis zu 2000 Pfund Bombenlast zu tragen und eine gerundete Malcolm-Cockpithaube. Nachdem die P-51B und P-51C-Modelle im Kampf geflogen wurden, trafen die ersten Berichte bei North American Aviation ein.

Obwohl die Piloten die Mustang uneingeschränkt mochten, bemängelten sie doch, dass die Sicht nach hinten durch das Cockpit und den hinteren Rumpf beeinträchtigt wäre und dass die Malcolm-Haube nicht sonderlich zufriedenstellend war. Um diese Probleme zu beseitigen, entschied North American, eine tropfenförmige Haube an der Mustang anzubringen. Mit dieser Haube, die bereits von der RAF benutzt wurde, hatte der Pilot eine 360-Grad Rundumsicht. Die Ingenieure bei North American konstruierten den rückwärtigen Teil des Rumpfes neu, um ihn der Mustang anzupassen. Dieses Modell wurde als P-51D bekannt und verfügte über einen verbesserten Motor, verstärkte Flügel und zwei weitere, in den Flügeln angebrachte Maschinengewehre mit extra Munition. Spätere Modelle hatten eine Rückenfinne, um Stabilitätsprobleme zu korrigieren. Mit einer Gesamtproduktion von 7956 Stück wurde die P-51D in größerer Stückzahl als alle anderen Mustangmodelle produziert.

Die Bedeutung der P-51 für die amerikanische Luftoffensive in Europa kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Von Ende 1943 an wurde sie in niedriger sowie großer Flughöhe gefürchtet und begleitete immer größere Bomberströme zu ihren Zielen tief in das Herz des Dritten Reiches. Sie zerstörte Luftwaffen – Flugzeuge am Boden und in der Luft. Von den Tausenden, während des Krieges verlorenen Luftwaffen – Flugzeugen schossen P-51 Mustangs alleine etwa 4950 ab. Das sind fast 49 Prozent. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Mustang zu Bodenunterstützungseinsätzen im Koreakrieg verwendet und diente in 50 Luftwaffen der ganzen Welt.

Insgesamt wurden 15.586 Mustangs gebaut. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, als Geleitschutz einer schweren Bomberformation der 8th Air Force von England aus Tagesangriffe auf Deutschland durchzuführen.

Technische Daten P-51D Mustang

Typ:
Einsitziger Abfangjäger/Langstrecken Begleitjäger

Triebwerk:
Ein von Packard gebauter V-12-Reihenmotor Merlin V-1650-7 mit 1719 PS

Leistung:
Höchstgeschwindigkeit 703 km/h in 7620 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 12.770 m; max. Reichweite 3347 km

Gewicht:
Leermasse 3232 kg; max. Startmasse 5488 kg

Abmessungen:
Spannweite 11,28 m; Länge 9,83 m; Höhe 2,64 m; Tragflügelfläche 21,65 m²

Bewaffnung:
sechs 12,7 mm Maschinengewehre und bis zu zwei 454 kg Bomben oder sechs 127 mm Raketen

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