Der erste Bomber der 8th US Air Force im Zweiten Weltkrieg, der 25 Einsätze überlebte und in die USA zurückkehrte.

Die B-17F Flying Fortress „Memphis Belle“ (Serien-Nr. 41-24485) war eine von 12.750 von Boeing Aircraft Co. gebaute B-17. Die „Memphis Belle“ war die berühmteste weil, sie der erste schwere Bomber war, der auf dem europäischen Kriegsschauplatz 25 Einsätze überlebte und ihre gesamte Besatzung lebend zurück brachte.

Sie flog über 6 Monate für die 324. Staffel, 91st Bomber-Gruppe, 1. Geschwader, 1. Bomber Division der 8. US Air Force im Krieg, Ihr erster Einsatz war am 7. November 1942, Ziel: U-Boot-Bunker bei Brest, Frankreich und der letzte am 17. Mai 1943, Ziel: U-Boot-Bunker bei Lorient, Frankreich.

Die kommandierenden Generäle legten 25 Einsätze fest, damit eine Besatzung in die Heimat zurück kann. Die Moral war sehr niedrig, weil 80% der Bomber in den ersten drei Monaten im Kampf abgeschossen wurden.

Die „Memphis Belle“ schoss acht Feindjäger ab, meldete fünf wahrscheinliche Abschüsse und beschädigte ein Dutzend andere. Sie warf über 60t Bomben auf Deutschland, Belgien und Frankreich ab. Während ihrer 25 Einsätze flog sie 148 Stunden, 50 Minuten und über 20.000 Meilen.

Diese tapfere Lady wurde von Kugeln durchlöchert, von Flak beschädigt; an fünf verschiedenen Einsätzen wurden die Motoren beschädigt und einmal kehrte sie mit einem beinahe weggeschossenen Heck zurück! Keiner Ihrer Besatzung wurde getötet.

Die Besatzung lernte ihr Flugzeug zum ersten Mal in Bangor, Maine im September 1942 kennen. Sie flogen ihre Maschine bei einem übungsflug nach Memphis, Tennessee, wo sie in „Memphis Belle“ zu Ehren der Freundin des Piloten nach, Miss Margaret Polk getauft wurde.

Von dort aus überflog sie den Atlantik zu ihrem Stützpunkt in Bassingbourn, England, etwas nördlich von London. Bassingbourn ist heute ein aktiver Stützpunkt der englischen Armee.

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Die Memphis Belle in den Staaten

Die 26ste Mission der „Memphis Belle“ war, zurück in den Staaten zu fliegen (Sommer 1943) um in der Öffentlichkeit bei den Amerikanern für ihre Unterstützung für den Kriegsaufwand zu danken. Die Besatzung besuchte über 30 Städte, wo sie als Helden empfangen wurden. Ihr Maskottchen, ein schottischer Terrier mit den Namen „Stuka“, reiste ebenfalls mit ihnen über den Atlantik und beteiligte sich ebenfalls am Werben von Kriegsanleihen.

Folgende Städte besuchte die Memphis Belle bei ihrer Tour durch die USA zwischen Juni und August 1943.

Washington D.CLas VegasFort Meyers
MemphisKingmanPanama City
NashvilleRoswellSebring
BridgeportHobbsCamden
HartfortSan AntonioAsheville
BostonHarlingenColumbus
CleavelandLaredoChicago
PittsburghOklahoma CityLos Angeles
DetroitDenverNew York
DaytonWichitaAkron
Mobile

Die Bugbemalung (Nose Art) wurde von Corporal Tony Starcer gemalt. Das bekannte Logo wurde von dem berühmten Künstler George Petty entworfen. Er kreierte eine Reihe von Pin-Up-Girls, auch bekannt als „Petty Girls“ für das Magazin Esquire. Nach der Tour flog die „Belle“ für Trainingszwecke. 1945 endete sie in einem Flugzeugfriedhof in Altus Oklahoma. Ein unternehmungslustiger Reporter sah sie, schrieb eine Story über ihre Lage und kontaktierte den Bürgermeister von Memphis. Die Stadt kaufte sie für $350 und am 17 Juli 1946 flog sie zu ihrer Heimat in Memphis.

1950 stand die „Belle“ auf einem Podest in der Nähe der Army National Guard. Im November 1977 wurde sie nach dem Flughafen von Memphis verlegt. Während dieser Jahre machten Vandalen, was die Deutschen nicht schafften. Sie zerstörten sie fast. Für die nächsten neun Jahre erhöhten verschiedene Stiftungen den Aufwand die „Belle“ zu restaurieren. Nach harten und langwierigen Anstrengungen von Frank Donofrio, einem örtlichen Geschäftsmann, stimmte die Stadt zu, ein Stück Land von Mud Island zu spenden, wo der historische Bomber zur Schau gestellt wird. Federal Express und Boeing, jeder spendete $100.000 für ihre Restaurierung und die Stadt spendete $150.000. Als Hugh Downs im Fernsehen sagte, dass man mehr Geld für die Restaurierung braucht, so spendeten die Amerikaner den Rest von $576.000. Die „Memphis Belle“ war gesichert und restauriert und bekam einen Ehrenplatz.

Am 17. Mai 1987, 44 Jahre nachdem sie ihren 25sten Einsatz flog, widmete man ihr ein Häuschen. Annährend 25.000 Besucher waren anwesend. Sieben B-17’s, die größte Formation seid dem Zweiten Weltkrieg, flogen über das Häuschen und „bombardierten“. Margaret Polk und die Besatzung der „Memphis Belle“ und sahen wie die Menge vor Begeisterung jubelte. Ein passender Tribut für die eindrucksvollste Lady der Lüfte! Die Air Force vereinbarte, dass die „Belle“ international historisch in Ehren gehalten wird. Sie braucht nie mehr zu fliegen! Am 29. August 1992 beendete Morgan seinen 27sten Einsatz. Er heiratete seine derzeitige Frau, Linda, an der Vorderseite der „Belle“. Einer der Gäste war General Paul Tibbets, Pilot der B-29 „Enola Gay“